23. Mai 2024

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Ricciardo wünscht F1-Debütant Lawson starkes Wochenende

Er kam mit dem Arm in der Schlinge zurück ins Fahrerlager. Seinem Ersatzmann wünscht Daniel Ricciardo nach der Unfallverletzung und dem Aus für Zandvoort alles Gute.

Das breite Grinsen blitzte bei Daniel Ricciardo selbst bei der Rückkehr ins Formel-1-Fahrerlager von Zandvoort mit dem Arm fixiert in einer Schlinge kurzzeitig auf. Auch wenn es kein Lächeln der Freude war. «Der Weg der Erholung beginnt hier», schrieben Red Bull und Alpha Tauri. Hier hieß in dem Fall der Ort, an dem sich der 34 Jahre alte Australier am Freitag bei einem Unfall den linken Mittelhandknochen brach. 

Nach zwei Rennen in einem Stammcockpit wurde die Rückkehr des eigentlich immer gut gelaunten ehemaligen Red-Bull-Piloten jäh gestoppt. «Ich wünsche dem Team alles Gute, und es tut mir leid, dass es die Pläne ändern musste», sagte Ricciardo.

Rennen Nummer drei im Alpha Tauri ist erst mal gestrichen. Wann Ricciardo wieder Gas geben kann, wird sich zeigen. Medienberichten zufolge soll er von einem Mediziner operiert werden, der schon einige Motorrad-Stars behandelte und auch Aston-Martin-Pilot Lance Stroll nach dessen Handverletzungen vor der Saison operierte. 

«Chance für Liam, sich zu zeigen»

Schon eine Woche nach dem Großen Preis der Niederlande an diesem Sonntag geht es allerdings in Monza weiter. Gut möglich, dass Liam Lawson auch in Italien fahren darf. Ricciardo betonte schon mal: «Es ist eine Chance für Liam, sich zu zeigen. Und ich wünsche ihm und dem Team ein starkes Wochenende.» 

Der Neuseeländer ist 21 Jahre jung, die Freigabe für sein Debüt in der Motorsport-Königsklasse bekam er noch am Freitagabend. Welches Ziel Lawson letztlich hat, formulierte er selbst bereits: Formel-1-Weltmeister. Er gehört zur Kaderschmiede von Red Bull. Zuletzt startete er in der Super Formula, die vor allem in Japan fährt.

Dass er in Zandvoort nach der Sommerpause zum unerwarteten Debüt kommt, ist dem zweiten Freien Training geschuldet, in dem Ricciardo sich die Verletzung zugezogen hatte. Nachdem Landsmann Oscar Piastri in einer Steilkurve in die Streckenbegrenzung gefahren und stehen geblieben war, habe er diesen dort stehen sehen im McLaren. 

«Entweder er oder die Mauer», sei seine Wahl gewesen. Dann habe er aber nicht mehr genug Zeit gehabt, die Hände vom Lenkrad beim Einschlag in die Streckenbegrenzung zu nehmen. «Es ist wirklich unglücklich und frustrierend», sagte Ricciardo. Darüber konnte auch nicht sein Grinsen hinwegtäuschen.