25. Oktober 2021

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Schlaglichter zum Intercity Istanbul Park

Die Schlaglichter zum Formel-1-Rennen am Sonntag in Istanbul.

Die Strecke: Der 5,338 Kilometer lange Kurs hat viele technisch anspruchsvolle, mittelschnelle Kurven zu bieten. Einzelne Abschnitte werden mit Sektoren der Traditionsrennstrecken in Spa-Francorchamps (Belgien) und Interlagos (Brasilien) verglichen. Als Highlight der Hatz über 58 Runden gilt die aufregende Kurve acht, sie verspricht Hochgeschwindigkeit mit gleich vier Scheitelpunkten.

Die Lage: Rund eine Stunde dauert die Fahrt aus dem Herzen Istanbuls in das östliche Akfirat im asiatischen Teil der Metropole. Der Deutsche Hermann Tilke hat auch diesen Kurs entworfen. Der Bau begann 2003, rund zwei Jahre vor dem ersten Grand Prix. Rund 40 Millionen US-Dollar verschlang die Rennstrecke.

Die Statistik: Von 2005 bis 2011 und noch mal 2020 wurde vor den Toren Istanbuls gefahren. Felipe Massa ist mit drei Erfolgen nacheinander (2006 bis 2008) Rekordsieger. Der Brasilianer schaffte es zudem als einziger Fahrer dreimal auf die Pole Position. Von den aktuellen Piloten feierten Kimi Räikkönen (2005), Lewis Hamilton (2010 und 2020) sowie Sebastian Vettel (2011) bereits Siege.

Das unvergessene Rennen: Istanbul ist für Sebastian Vettel ein besonderer Ort, 2006 kam er erstmals an einem Grand-Prix-Wochenende im Training am Freitag zum Einsatz. Im BMW Sauber schloss er den Tag sogar als Schnellster ab. 2010 gab es dann mit Stallrivale Mark Webber einen folgenschweren Crash, der das Binnenklima bei Red Bull nachhaltig vergiftete. Webber vergab in jenem Jahr seine beste WM-Chance, Vettel holte viermal am Stück den Titel.

So lief es im Vorjahr: Ein Stopp in der Türkei 2020 war gar nicht vorgesehen gewesen, doch wegen der Kalenderumbauten infolge der Corona-Pandemie feierte Istanbul nach neun Jahren ein Comeback. Und was für eines! Im viertletzten Saisonrennen stellte Lewis Hamilton mit seinem siebten WM-Titel die bedeutendste Bestmarke von Michael Schumacher ein. Im Rutsch- und Regenchaos von Istanbul verwies der Mercedes-Mann Sebastian Vettel (Ferrari) und Sergio Perez (Racing Point) auf die weiteren Plätze.