9. Dezember 2021

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Mercedes im ersten freien Austin-Training dominant

Weltmeister Lewis Hamilton ist der Favorit beim Großen Preis der USA. Fünf Mal hat der Brite auf der Strecke in Austin schon gewonnen. Im ersten freien Training zeigten die Mercedes gleich mal ihre Qualitäten.

Im ersten freien Training für den US-Grand-Prix haben Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die Favoritenstellung der Mercedes untermauert.

Hinter Bottas und dem 0,045 Sekunden langsameren Hamilton hatte WM-Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull bereits 0,932 Sekunden Rückstand auf dem Circuit of the Americas in Austin. Der Niederländer war in der ersten von zwei Einheiten am Freitag der einzige Fahrer, der weniger als eine Sekunde Rückstand auf das Mercedes-Duo hatte. Mit der viertbesten Zeit lag Charles Leclerc im Ferrari bereits 1,4 Sekunden zurück.

Schon vor dem Warm-up war sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner der Favoritenstellung der Mercedes in Texas bewusst. «Austin ist eine von Lewis‘ stärksten Strecken», sagte er. «Wir wissen, dass er dort sehr, sehr schnell ist. Aber wir halten dagegen und geben nichts auf.» Hamilton hat bereits fünf Mal gewonnen in Austin.

Verstappen ist selbst zwar noch ohne Sieg, hatte in der Vergangenheit aber schon sehr gute Resultate auf dem bei den Fahrern beliebten Kurs. «Es ist eine gute Strecke, ein Kurs, bei dem man das Fahren genießen kann. Man kann hier auf jeden Fall überholen, das macht es besonders», sagte er.

Positiv für Red Bull: Bottas hat wie Sebastian Vettel im Austin Martin und George Russell im Williams einen neuen Motor bekommen und wird in der Startaufstellung am Sonntag deswegen bestraft. Er muss fünf Plätze nach hinten. «Wir leiden etwas bei der Zuverlässigkeit in diesem Jahr, das ist glaube ich der sechste Motor für Valterri», sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Vettel und Russell bekommen jeweils ihre vierte Antriebseinheit. Weil sie weitere Teile wechselten, müssen beide vom Ende des Feldes ins Rennen starten.

Vettel auf Platz 14

Vettel beendete das Training in seinem Aston Martin auf Rang 14 mit 2,1 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Mick Schumacher beendete die Einheit beim Heim-Rennen seines Arbeitgebers Haas auf dem vorletzten Platz vor seinem Teamkollegen Nikita Masepin. Kurz vor dem Ende kam es zu einem Zusammenstoß mit Red-Bull-Pilot Sergio Perez.

Bei strahlendem Sonnenschein und einer Asphalttemperatur von 31 Grad war das Training für Fernando Alonso nach nicht mal zwei Minuten erst mal beendet. Er musste seinen Alpine mit technischen Problemen in Kurve zwölf abstellen. Das Training wurde deswegen zwischenzeitlich für etwa acht Minuten unterbrochen. In den letzten etwa 15 Minuten konnte Alonso wieder fahren. Charles Leclerc rutschte in seinem Ferrari von der Strecke, konnte trotz eines leichten Einschlags aber ohne Zwangspause weiter Runden drehen.

Begeisterung in Austin spürbar

Die Tribünen rund um den 5,513 Kilometer langen schnellen Kurs mit den spektakulären Sektoren und dem Aussichtsturm in der Mitte waren am Freitag noch nicht voll, aber die zunehmende Begeisterung der Fans in den USA war bereits spürbar. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 360.000 Zuschauern von Freitag bis Sonntag, am Renntag allein sollen 140.000 Menschen an der Strecke sein.

Während des freien Trainings verdichteten sich die Gerüchte über einen Einstieg von Michael Andretti bei Sauber. Nach Angaben von Sky-Experte Ralf Schumacher soll der das Alfa-Romeo-Team betreffende Deal inzwischen eingetütet sein. Offizielle Informationen gab es zunächst keine.