9. Dezember 2021

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Hamilton Schnellster – «Kein großer Schock» für Verstappen

Lewis Hamilton kassiert für das Formel-1-Rennen von São Paulo eine Motorenstrafe. Dank des neuen Antriebs kann er in der Qualifikation aber Max Verstappen klar hinter sich lassen. Was ist für Hamilton im packenden WM-Zweikampf noch drin?

Lewis Hamilton stieg auf seinen Mercedes und jubelte vor den Toren von São Paulo den brasilianischen Fans zu. Dank eines neuen Motors und einer imposanten Vorstellung sicherte sich der siebenmalige Formel-1-Weltmeister den Spitzenplatz für das heutige Sprintrennen (20.30 Uhr/Sky).

Hamilton wirkte erleichtert und voller Energie für den WM-Kampf gegen Max Verstappen. «Es war eine echt gute Qualifying-Session, ich bin super glücklich», sagte der 36-Jährige auf dem Autódromo José Carlos Pace.

Hamilton mit Vorsprung in der Qualifikation

Hamilton hatte vor dem Auftakttraining in Interlagos wegen eines regelwidrigen Motorenwechsels eine Strafversetzung kassiert. Fünf Plätze weiter hinten muss er im viertletzten Saisonrennen am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) starten. Wieder ein Rückschlag, schließlich muss Hamilton 19 Punkte auf WM-Spitzenreiter Verstappen im Red Bull aufholen.

Die Bestzeit im ersten Training und in der Qualifikation mit deutlichem Vorsprung machten dem Briten und den Silberpfeilen aber Mut. «Wir haben Performance, damit ist alles möglich», meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff vor dem Sprint. Bei diesem Mini-Event über 24 Runden mit freier Reifenwahl bekommt der Gewinner drei Punkte, der Zweite zwei und der Dritte noch einen Zähler.

Verstappen zeigt sich unbeeindruckt

Favorit auf Startplatz eins am Sonntag ist aber auch wegen Hamiltons Strafe Verstappen. Der Niederländer zeigte sich von der Leistung des Engländers unbeeindruckt, im Grand Prix kassiert der Sieger schließlich auch satte 25 Punkte. «Es ist klar, dass wenn sie einen neuen Motor haben, am Wochenende auch mehr Leistung haben», erläuterte er. «Für mich ist das kein großer Schock, ich bin nur froh, Zweiter zu sein. Das ist eine gute Position für den Start.»

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko lobte Verstappens einzigen WM-Rivalen. «Hamilton war unheimlich schnell», sagte der Österreicher. Marko weiß aber, dass Red Bull im Rennen normalerweise schneller unterwegs ist als in der Qualifikation. Und außerdem sollten höhere Temperaturen am Samstag und Sonntag Red Bull mehr liegen als Mercedes.

Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel landete nur auf dem zwölften Platz, Mick Schumacher im Haas ließ als Vorletzter immerhin seinen Stallrivalen Nikita Masepin erneut hinter sich. «Ich habe mich eigentlich sehr wohl gefühlt, es hat aber zuviel Zeit gefehlt», konstatierte Vettel.